Kurz vor der Winterpause und gerade mal einen Tag vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim stellte der SC Preußen 06 e.V. Münster auf der heutigen Pressekonferenz mit Nejmeddin Daghfous einen Neuzugang vor. Der 25-jährige Deutsch-Tunesier, der bei den Adlerträgern die Trikotnummer 42 bekommt, schaffte es rechtzeitig auf die Spielermeldeliste aufgenommen zu werden und steht seinem neuen Trainer somit schon gegen Heidenheim zur Verfügung. Aus diesem Grund führte die Onlineredaktion des SC Preußen 06 e.V. Münster ein Interview mit dem Neuzugang und stellte dem Mittelfeldakteur einige Fragen.
Nejmeddin, erst einmal herzlich Willkommen in Münster und vor allem bei den Preußen! Konntest du die Stadt und den Verein schon kennenlernen? Was sagst du zu deinem neuen Club?
Danke, in meiner Paderborner Zeit war ich des Öfteren mit meinen damaligen Mitspielern in Münster. Es ist eine schöne Studentenstadt und ich denke, dass ich mich hier schnell sehr wohl fühlen werde. Den Verein kenne ich aus meiner fußballerischen Vergangenheit. Für Mainz 05 habe ich ein Mal im Preußenstadion gespielt. Wir haben 4:0 gewonnen und ich habe drei Vorlagen gegeben, aber man hat sofort gemerkt, dass Preußen ein wahrer Traditionsverein, mit allem was dazu gehört, ist.
Du hast in der jüngsten Vergangenheit in Kassel, Wiesbaden und auch hier mittrainiert. Warum hat es schlussendlich in Münster und bei den Preußen geklappt?
Ich bin froh, dass es hier geklappt hat. Marc Fascher kenne ich schon etwas länger. Im Sommer haben wir uns das erste Mal kennengelernt. Bei einem Transfer spielen immer viele Faktoren eine Rolle und durch die Situation in Münster hat es sich so ergeben. Es hat einfach gepasst.
Du hast den Verlauf der aktuellen Saison sicherlich verfolgt. Wie ist deine Meinung zu der momentanen Situation?
Am Anfang der Saison sind die Preußen als Aufsteiger in der dritten Liga sehr gut gestartet und wenn man sich die Tabelle anschaut, kann man auch sagen, dass sie eine gute Saison spielen. Natürlich hatte die Mannschaft in letzter Zeit viel Pech mit Sperren und Verletzungen. Für uns wird es wichtig sein, wieder einen positiven Lauf zu bekommen, dann werden wir wieder erfolgreich sein.
Du hast ja schon ein paar Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvieren dürfen, aber wie war heute das erste „offizielle“ Training im neuen Team? Und kannst du uns deinen Spitznamen erklären?
Eigentlich wie die Male davor. Ich kannte die Jungs ja schon von den früheren Einheiten, aber mit Hinblick auf den anstehenden Spieltag und die Partie gegen Heidenheim war es schon etwas Besonderes. Eine leichte Anspannung habe ich bei mir auch gespürt. Ja, da mein Vorname recht kompliziert ist, wurde ich von klein auf einfach nur „Nej“ genannt und das hat sich bis heute gehalten.
In Paderborn hast du bekanntlich zwei Jahre mit Daniel Masuch und ein Jahr mit Güve zusammengespielt. Wie siehst du deine Position und Rolle innerhalb des Teams und wo spielst du am liebsten?
Vorne! Am liebsten spiele ich natürlich in der Offensive, aber dabei ist die Position eher nebensächlich. Man kann sagen, dass ich der klassische Allrounder bin. Mit Daniel und Güve habe ich mich immer gut verstanden und in der letzten Zeit hatte ich auch häufiger Kontakt zu Daniel.
Was sind deine persönlichen Ziele für die Zukunft und was willst du mit den Adlerträgern erreichen?
Wenn man fünf Monate raus ist, dann ist das erste Ziel wieder reinzukommen. Ich will ein halbes Jahr Vollgas geben und mit der Mannschaft erfolgreich sein. Der Ansporn und Ehrgeiz sind bei mir auf jeden Fall gegeben. Ich bin hier, um mich voll auf den Fußball zu konzentrieren. In dieser Liga ist alles möglich, ob nach oben oder nach unten. Es ist alles drin, aber wir müssen von Spiel zu Spiel denken.
Jetzt kommt Heidenheim und du bist gleich im Kader und mit dabei. Was dürfen wir von dir erwarten und welches Spiel erwartest du morgen im Preußenstadion?
Ich würde mich ungemein freuen zum Einsatz zu kommen. Ich bin heiß und habe Lust auf Fußball, aber auch ich denke von Schritt zu Schritt. Deshalb darf man von mir am Anfang nicht zu viel erwarten. Die Mannschaft muss sich präsentieren und ihren Charakter zeigen! Wenn wir alle an einem Strang ziehen und Vollgas geben, das Maximum wollen, dann sind drei Punkte drin.
| 1 | SV Sandhausen | 66 |
| 2 | VfR Aalen | 64 |
| 3 | Jahn Regensburg | 61 |
| 4 | 1. FC Heidenheim | 60 |
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 59 |
| 6 | Wacker Burghausen | 57 |