Alles rund um den SC Preußen 06 e.V. Münster
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Harald Menzel (l.) vertrat Sportvorstand Gockel beim Staffeltag. (sd) 22.07.2010 um 16:01:45 UhrKluft in der Regionalliga wird immer größerAnfang der Woche stand wie zu Beginn jeder Spielzeit der Staffeltag der Regionalliga West an. In Duisburg wurden die ersten Spieltermine festgezurrt und außerdem der Staffelsprecher gewählt. Die sonst obligatorische Wahl des Liga-Vertreters verlief in diesem Jahr alles andere als gewöhnlich.
Die Wahl des Staffelsprechers fiel nach drei Wahlgängen auf Bodo Menze, U23-Abteilungsleiter des FC Schalke 04. Damit wird das Lager der Zweitvertretung, von denen zehn in der Regionalliga spielen, mehr gestärkt als das der Traditionsvereine. „„Bisher konnte man bei Staffeltagen von einer Gemeinschaft sprechen. Dieses Mal war es Reserveteam gegen den Rest der Welt“, sagte Chefscout Harald Menzel, der in Vertretung für Sportvorstand Carsten Gockel an der Tagung teilnahm.
Gerade zu schockiert zeigte sich Gockel, den die Nachricht über die Abfolge des Wahlvorgangs im Urlaub erreichte: „Keppmann und Co. haben die Wahl zur Demonstration der Stimmverhältnisse mißbraucht.
An der Arbeit vom bisherigen Sprecher Wolfgang Marx gab es nichts auszusetzen. Dieser Staffeltag dürfte auch dem Letzten klar gemacht haben, wie tief der Graben, der zwischen zehn Reserveteams und den Traditionsklubs verläuft, mittlerweile geworden ist.“
Auch der bisherige Sprecher Wolfgang Marx von der SV Elversberg war wieder zur Wahl angetreten. Da die zweiten Mannschaften in der Überzahl sind, konnten sie die Entscheidung zu Gunsten „ihres“ Kandidaten, Bodo Menze, fällen. Zunächst war Heinz Keppmann von Borussia Dortmund zur Wahl angetreten. Doch weil bemerkt wurde, dass ein über 70-Jähriger das Amt gar nicht bekleiden kann, wurde die Wahl nach Rücksprache mit dem DFB für nicht gültig erklärt. Kurzerhand trat also Bodo Menze an, der erst im dritten Wahlgang die erforderliche Mehrheit bekam. Alle zehn Stimmen kamen von den Bundesliga-Vertretern.
Hermann Korfmacher, Chef des Westdeutschen und auch Westfälischen Fußballverbandes sowie DFB-Präsidiumsmitglied, erwähnte beim Staffeltag Für und Wider für beide Fronten der Regionalliga. Zusammengefasst bedeutet das, dass er diese Schere zwischen den beiden Lagern eigentlich nicht verhindern kann oder will.
Die Zweitvertretungen sind mit der Regionalliga zufrieden, wie sie ist. Die Traditionsvereine beklagen hingegen die geringen Aufstiegschancen hoch in die dritte Liga. Schon vor einigen Wochen hatte sich der SC Preußen 06 e.V. Münster zur Initiative „Pro Regionalliga Reform 2012“ bekannt. Mit Vorschlägen und Ideen wollen Fans und Vereine die Regionalliga verbessern. Die Faninitiative "Pro Regionalliga Reform 2012" hat sich gegründet, um die Kräfte der Fans und Fußballfreunde aller Vereine zu bündeln und eine angestrebte Reform der deutschen Regionalligen emotional zu unterstützen.
Text von jk
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