
Der SC Preußen 06 e.V. Münster engagiert sich auch neben dem Fußballplatz in Münster. Neben dem Engagement "Klasse Gemeinschaft", bei dem die Preußen in Schulen gehen und Projektwochen unterstützen, setzen sich die Adlerträger im Zuge von "Vielfalt tut gut" auch gegen Rassismus ein.
Klasse Gemeinschaft!
Um bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Bürgern der Stadt Münster nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben, startete der SC Preußen 06 e.V. Münster Anfang 2010 das Projekt "Klasse Gemeinschaft! – Die Preußen in der Schule!". Der Startschuss fiel in der Hildegardisschule, wo der Traditionsverein das Schulprojekt präsentierte, mit dem er der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung nachgehen möchte. Oberbürgermeister Markus Lewe war bei der Beschließung dabei und bestätigte, dass "der SC Preußen 06 e.V. Münster ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft" ist. Die Preußen werden zu den Schulen in den Unterricht kommen und sich zusammen mit den Schülern mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten auseinandersetzen. Alle Grund- und weiterführende Schulen in Münster und Umgebung, die sich "bewerben", können mit Unterstützung der Preußen rechnen – Themen können die Bewerber aus Vorschlägen auswählen oder sie können selbst Ideen einbringen.
Die Angebote für die Schulen
- Unterstützung bei Schulveranstaltungen, Projektwochen etc.
- Gestaltung theoretischer und praktischer Unterrichtseinheiten
- Gesund und fit in der Schule – Ernährungstipps
- Diskussionsrunden zu aktuell ausgewählten Themen
Außerdem lädt der SC Preußen 06 e.V. Münster Schülerinnen und Schüler zu Heimspielen der Adlerträger ein, Stadionführungen und Trainingsbesuche werden ebenso ermöglicht wie die Kooperation bei Schulturnieren. Die Preußen stehen für Tradition, die Preußen stehen aber auch für Zukunft und diese Beständigkeit soll auch an die Schülerinnen und Schüler herangetragen werden. Denn der SC Preußen 06 e.V. Münster ist mehr als bloß ein Fußballverein. Der SC Preußen 06 e.V. Münster ist eine "Klasse Gemeinschaft!". Aktuell bestehen Schulpartnerschaften mit folgenden Schulen:
- Hildegardisschule Münster
- Marienschule Münster
- Gymnasium Augustinianum Greven
- Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Münster
- Martin-Luther-Schule im Kreuzviertel Münster
VIELFALT TUT GUT.

Der SC Preußen 06 e.V. Münster hat mit dem Bundesprojekt „Vielfalt tut gut“ eine Initiative ins Leben gerufen, die den Problemen der Ausgrenzung, Diskriminierung sowie möglichen Tendenzen des Rechtsextremismus im sportlichen Bereich etwas entgegenzusetzen hat. Die Fans der Preußen hatten dazu den Anstoß gegeben.
Projekt „Besser durch Vielfalt!“ für 2009 bewilligt
Münster, 16. Januar 2009. Der SC Preußen 06 e.V. Münster wird auch in diesem Jahr Sportvereine und Jugendhilfeträger dazu aufrufen, sich für ein tolerantes, faires und demokratisches Miteinander im Sport einzusetzen. Der für Münster zuständige Begleitausschuss hat in seiner Sitzung dem Antrag der Preußen für ein weiteres Jahr zugestimmt und eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro bewilligt. Die Kampagne des Regionalligisten läuft im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut! Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
„Wir freuen uns, dass wir die Gelegenheit bekommen, weiter an unserer Idee zu arbeiten, die geknüpften Netzwerke auszuweiten und weitere Aktionen für dieses so wichtige Thema zu initiieren“, zeigt sich Teammanager Carsten Gockel sichtlich zufrieden.
Die Inhalte der Kampagne sollen angelehnt an das vergangene Jahr unter anderem die Entwicklung eines Gütesiegels für Sportvereine in Münster sein, aber auch Kompetenztrainings von Fangruppen zur Prävention von Gewalt und Rassismus stehen auf der Agenda. Des Weiteren wird der SC Preußen 06 e.V. Münster verstärkt in Schulen mit Kindern und Jugendlichen über diese Themenbereiche diskutieren.
„ Unser großes Ziel ist es, dass wir durch die Faszination des Sports eine breite Aufmerksamkeit erreichen und bei den Kindern und Jugendlichen die Sensibilität für dieses Thema wecken und zum Mitmachen animieren“, so Gockel.
Die ersten Aktionen des Drittligisten in Sachen „Vielfalt tut gut!“ sind für das Frühjahr geplant.
Hintergrundinformationen zum Bundesprogramm „Vielfalt tut gut!“
Seit dem 1. Januar 2007 gibt es das Programm "VIELFALT TUT GUT - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die gemeinsame Initiative und die enge Zusammenarbeit von Bund und Ländern stehen im Vordergrund.
Das präventiv ausgerichtete Programm knüpft an die Erfahrungen aus dem Ende 2006 auslaufenden Aktionsprogramm der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" an und setzt zugleich die Empfehlungen der wissenschaftlichen Begleitungen um. Für das Programm werden jährlich 19 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Angesprochen werden mit "VIELFALT TUT GUT" insbesondere junge Menschen, rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie auch Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen.
Schwerpunkte des Bundesprogramms sind:
- die Entwicklung integrierter lokaler Strategien mittels lokaler Aktionspläne in kommunaler Verantwortung,
- die Entwicklung und Umsetzung themenbezogener modellhafter Maßnahmen,
- die Programmsteuerung, Evaluation, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung, Einbindung bundesweiter und lokaler Bündnisse.
Im Förderschwerpunkt "Entwicklung integrierter lokaler Strategien" entwickeln Gemeinden, Städte, Kreise und Zusammenschlüsse von Kommunen zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen lokalen Aktionsplan. Der lokale Aktionsplan beruht auf einer spezifischen Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristige integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.
Für die Erstellung und jährliche Fortschreibung der lokalen Aktionsplans erhalten die Gemeinden, Städte, Kreise und Zusammenschlüsse von Kommunen Fördermittel, mit Hilfe derer dann konkrete Einzelprojekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplan finanziert werden können. Die Entscheidung über die Projekte trifft ein lokaler Begleitausschuss, dem neben Vertretern der Kommune auch Vertreter der lokalen Akteure der Zivilgesellschaft angehören sollen.
Vielfalt tut gut - Stichpunkte zum Projekt des SC Preußen 06 e.V. Münster
Das war 2008:
- Einberufung einer Projektgruppe „Vielfalt“
- Auftakt Fachtagung im März 2008 unter Beteiligung von 49 Sport- und Jugendhilfeträgern aus Münster
- Erarbeitung von praktischen Lösungsansätzen für Sportvereine in Workshops
- Kontinuierliche Begleitung und Umsetzung in den Sportvereinen (insgesamt 5) durch die Moderatoren z.B. Leitbildentwicklung
- Regelmäßiger Austausch innerhalb der Projektgruppe (bestehend aus dfb, Polizei, Jugendamt, Fanbeauftragten)
- Entwicklung einer Kampagne „Besser durch Vielfalt“ für lokale Sportvereine
- Aufruf an 150 Sportvereine in Münster im Sommer 2008
- Auswertung der Einsendungen durch eine „Jury“
- Auszeichnung an 7 Sportvereine im Oktober 2008 / gleichzeitiger „Abschluss des Projektes“
- Aktionen begleitet durch eine breit aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit



